Tuesday, June 20, 2006

 

Insel-Djerba



Die Insel-Djerba, nur drei Flugstunden von Deutschland entfernt, ist das Tor zu einer exotischen Welt. Fast das ganze Jahr strahlt der Himmel in unwirklichem Blau, reflektiert sich die Sonne im Wasser und hält es mit durchschnittlich 24 °C badewarm. Die Insel-Djerba wird gerne als »Tahiti im Mittelmeer« charakterisiert. Die 514 km2 große Insel bettet sich in den Golf von Gabés, rund 5 km von der südtunesischen Küste und 140 km von Sizilien entfernt.




Azurblauer Himmel,weiße Wolken und bunte Fischerboote im Meer - die Insel-Djerba am frühen Morgen. Dattelpalmen im ersten Sonnenlicht, Jasmin und Oleander duften, die Insel erwacht. Ein Paradies, sagen die Einheimischen, eine perfekte Urlaubswelt, meinen die Touristen. Die Insel-Djerba ist wie Ying und Yang. Luxuriöse Hotels, gesäuberte Strände, Animation, Wassersport und Diskofieber bis in die tiefe Nacht. Nur wenige Meter weiter ist die Zeit stehen geblieben: verträumte Dörfer, 800 Jahre alte Ölbäume, weiß verputzte Moscheen, staubige Märkte und Eselskarren.

Geschichte


Von 1134 bis 1165 hielten die Normannen die Insel-Djerba besetzt, 1154 schlugen sie einen Aufstand der Bewohner blutig nieder.
Von 1524 bis 1551 war die Insel-Djerba Stützpunkt der Freibeuter unter Dragut.

Tourismus


Tunesien ist ein beliebtes Ziel für europäische Touristen, welche in den Küstenorten wie Hammamet, Sousse und Port El-Kantaoui Erholung suchen, die Wüste Sahara im Süden erkunden wollen oder archäologische Fundstellen wie Karthago, nahe der im Norden des Landes gelegenen Hauptstadt Tunis, besichtigen wollen. Ein beliebtes Reiseziel ist auch die Insel-Djerba.
Die Insel-Djerba (in der Antike griechisch Meninx) ist eine Insel an der Ostküste Tunesiens im Golf von Gabès. Die Insel-Djerba ist die größte Insel Nordafrikas.
Der Hauptort auf der 514 km² großen afrikanischen Insel ist Houmt-Souk. Neben Berbern lebt eine jüdische Volksgruppe seit vielen Jahrhunderten auf der Insel-Djerba. Der Ort Zarzis (bzw. Oase Zarzis) wird oft zur Insel-Djerba gezählt. Zarzis befindet sich jedoch südlich von der Insel-Djerba auf dem Festland. Man erreicht Zarzis über den Römerdamm.
Djerba und Tourismus
Die Bevölkerung des Eilands ist sehr herzlich, wenn man über französische Sprachkenntnisse verfügt, noch einige arabische Floskeln aus dem Reiseführer einübt und offen auf die Menschen zugeht...

Fährverbindung


Die Fähren zwischen der Insel und dem Festland fahren in der Hochsaison regelmäßig. Es befindet sich auch ein internationaler Flugplatz auf der Insel-Djerba. Ein befahrbarer Damm verbindet die Insel-Djerba mit dem Festland. Auf dem Damm verläuft eine Pipeline, in der Trinkwasser aus der Gegend von Medenine auf die Insel transportiert wird. Ohne diese Wasserversorgung wäre der Tourismus auf der Insel-Djerba nicht denkbar. 80 % des Wassers dienen der Versorgung der Touristen, nur 20 % werden von der einheimischen Bevölkerung genutzt.
Der Römerweg bei Al-Kantara ist eines der diversen Relikte römischer Bauwerke auf dem Eiland.

Sehenswürdigkeiten



Synagoge
Eine der ältesten und bekanntesten Synagogen der Welt, die Al-Ghriba-Synagoge, befindet sich einige Kilometer südwestlich von Houmt Souk.

Römerdamm



Der Römerweg bei Al-Kantara ist eines der diversen Relikte römischer Bauwerke auf dem Eiland.
Nach Süden hin ist die Insel-Djerba mit einem etwa 7 km langen und gut 10 m breiten Damm mit dem Festland verbunden. Der Damm geht auf die römische Zeit, eventuell sogar schon auf die punische Zeit zurück. Später wurde der Damm vom Meer überflutet. Während der Auseinandersetzungen Draguts mit den Spaniern wurde er um 1551 oder früher aus Sicherheitsgründen durchbrochen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er wiederhergestellt. Entlang des Damms erfolgt auch die Trinkwasserversorgung der Insel-Djerba über eine Pipeline.

Krokodilfarm
In unmittelbarer Nähe des Leuchtturms von Ras Tourgunnes befindet sich die größte Krokodilfarm Nordafrikas, eine Anlage, die erst vor kurzer Zeit errichtet worden ist. Auf demselben Areal ist auch das Lalla-Hadria-Museum zu finden.
Houmt Souk ist mit 17.000 Einwohnern die einzige und größte Stadt der Insel-Djerba. Sie war früher der Endpunkt einer wichtigen Karawanenstraße. Noch heute wirkt sie wie aus den Erzählungen von Scheherazade, der Erzählerin von Tausendundeiner Nacht. In den Gassen riecht es nach orientalischen Gewürzen, Männer flanieren im bournous, einem Gewand aus Wolle, und mit der kleinen, roten chechia auf dem Kopf durch die Medina. Houmt Souk lebt heute wie einst vom Handel.
In den Basaren warten nicht nur die Kaufleute auf Kundschaft, sondern hämmern die Schuster, kurbeln die Schneider, schleift der Schmied die Messer oder pflügt der Weber sein Schiffchen durch die Wollfäden: Die traditionellen Handwerksberufe haben sich seit Jahrhunderten nicht verändert. Djerba ist mehr als die viel beschworene Hotelzone aus 1.001 Nacht, es ist eine exotische Welt zwischen Orient und Okzident - man muss sie nur entdecken...


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